06.12.2021

European Insurance Study: VAV im Spitzenfeld europäischer Versicherungsunternehmen

Die vom renommierten Beratungsunternehmen „zeb consulting“ herausgegebene „European Insurance Study 2021“ reiht die VAV in den erlesenen Kreis der „Outperformer“ am europäischen Markt ein. Untersucht wurde, welche Versicherer über den Zeitraum einer Dekade (2010 bis 2020) in den Märkten Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien stärker gewachsen sind als die Konkurrenz. Als wichtigste Erfolgsfaktoren identifiziert zeb eine klar fokussierte Sparten- und Vertriebsstrategie sowie einen starken Direktvertrieb.

Die Insurance Study verweist auf einen ausgewogenen Mix an Erfolgsfaktoren, die zur außergewöhnlichen Performance von Versicherern im Untersuchungszeitraum führten. An vorderster Stelle steht der Ausbau des Marktanteils. Hier konnten die ausgewählten Top-Unternehmen beeindruckendes Wachstum vorweisen. Nicht minder entscheidend ist die Vertriebsstrategie. So zeigt die Auswertung klar, dass Spezialisten in den untersuchten Märkten über den Zeitraum der letzten zehn Jahre deutlich erfolgreicher waren als Generalisten. In diesem Zusammenhang wird die VAV als Best Practice Beispiel positiv hervorgehoben – die digitale Vertriebsunterstützung und der digitale Direktvertrieb, ergänzt um die Nähe zur persönlichen Ansprechperson, führen die VAV ins europäische Top-Feld unter den Versicherern. Dass die intuitive Handhabe digitaler Tools sowie rasche Produktrechner und die Sofort-Polizze ausdrücklich erwähnt werden, bestätigt den Unternehmensfokus auf starke Kundeorientierung im digitalen Bereich. 

Dass die Etablierung eines starken Direktvertriebs gerade für traditionsreiche Versicherer nach wie vor eine Herausforderung ist, zeigt die Studienanalyse. So fehle es oft an einer klaren Vision und einem Überblick über strategische Möglichkeiten. Die natürliche Dominanz des Agentur- und Maklerbetriebs führe im Allgemeinen zu einer stiefmütterlichen Behandlung und einem nur punktuellen Ausbau des Direktvertriebs. Auch die Tatsache, dass eine ernst gemeinte Strategie eine entsprechende Bündelung und Besetzung von (Schlüssel-)Ressourcen zur Folge haben sollte, scheint noch nicht vollends durchgedrungen zu sein. Eine klare und transparente Trennung der Vertriebskanäle sowie ein vereinheitlichter Datenhaushalt schließen die beschriebenen Handlungsfaktoren für einen starken Direktvertrieb ab. 

Auch der enorme Impact der Corona-Krise auf die Versicherungsbranche wird im Rahmen der Studie deutlich. So brachen die Gewinne der europäischen Top-Versicherer im Jahr 2020 um 25% ein, die Beiträge sanken um fast 7%. Gleichzeitig erwies sich die Branche trotz Krisenmodus als besonders robust – ein Minus von 5% verweist auf eine unwesentliche Auswirkung der Krise auf die Solvenz der Topversicherungen. Dies dürfte nicht zuletzt auf die Beruhigung der Kapitalmärkte zurück zu führen sein. Was das generelle Wachstum betrifft, mussten die „Top25“ ein deutliches Minus von 7% verbuchen, wobei sich ein genauer Blick auf die Versicherungssparten lohnt. So verliert Leben deutlich stärker als Schaden und Unfall. Außerdem waren Töchter von Banken überdurchschnittlich stark betroffen und Rückgänge in Südeuropa ausgeprägter als in Nordeuropa.

Sie möchten gerne mehr zu den Studienergebnissen erfahren? Die vollständige European Insurance Study finden Sie hier zum Download.