Wieso kristallisiert Honig?

Wieso kristallisiert Honig?

17.05.2021

Unsere VAV Bienen sind bereits sehr fleißig und besuchen die Blüten der unterschiedlichsten Pflanzen. Doch es liegen noch zahlreiche Flugkilometer vor ihnen bis wir einen leckeren Honig auf unser Brot schmieren können.

Vielen von Ihnen haben sicherlich in der Küche ein Glas voller Honig stehen und dem einen oder anderen ist der Honig schon mal kristallisiert. Doch warum passiert dies? Gleich mal zur Entwarnung – das ist ganz normal, denn jeder naturbelassene Honig kandiert früher oder später.

Während die meisten Blütenhonige schneller kristallisieren, sind Waldhonige aus Honigtau etwas länger flüssig. Besonders lange bleibt Akazienhonig flüssig. Wie schnell ein Honig kandiert, hängt von der enthaltenden Fructose und Glukose sowie vom Wasseranteil ab. Je höher der Glukoseanteil und je geringer der Wasseranteil, umso schneller kristallisiert der Honig.

Industriell hergestellter Honig bleibt flüssig, weil er einerseits erhitzt und andererseits gefiltert wird. Durch das Filtern werden die Pollen aus dem Honig entfernt, damit bieten sich den Traubenzuckerkristallen (Glukose) weniger Möglichkeiten zum „Andocken“ und auch die größeren Zuckerkristalle werden herausgefiltert. So besteht für die verbleibenden kleineren Kristalle kaum mehr eine Möglichkeit, sich zu verbinden und damit zu kristallisieren.

Wie bekomme ich kristallisierten Honig wieder flüssig?
Hart gewordenen Honig kann man durch Erwärmen im Wasserbad wieder verflüssigen. Allerdings sollte die Temperatur des Wasserbades nicht über 40 Grad liegen, um die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs nicht zu zerstören. Alternativ kann man den Honig auch durch Rühren wieder flüssig machen.

Auch unsere Imkerinnen bedienen sich dieser mechanischen Form der Verflüssigung. Durch Rühren werden die Kanten der Zuckerkristalle geschliffen und sie können sich nicht mehr mit anderen „verzahnen“. So entsteht übrigens Cremehonig.

Freuen Sie sich auf weitere Bienen-News im VAVcompass!